Facebook-Giftpfeile gegen den Islam

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Facebook-Giftpfeile gegen den Islam


Während der Verhandlung vor St.Galler Kantonsgericht: Der Staatsanwalt, der Beschuldigte, der Verteidiger (von links). (Sibylle Heusser)

 

STRAFFALL ⋅ Der ehemalige Wiler Stadtparlamentarier Mario Schmitt hat sich der mehrfachen Rassendiskriminierung schuldig gemacht. Dies hat das St.Galler Kantonsgericht bestätigt – das Strafmass der Vorinstanz aber deutlich reduziert.

Regula Weik

«Mir kommt gleich das Kotzen. Wann wird diese Religion endlich ausgerottet?!?» So schoss es Mario Schmitt durch den Kopf, als er im Herbst 2014 das Video von der Enthauptung eines amerikanischen Journalisten durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sah. Und schon war sein Gedanke auf Facebook zu lesen. Schmitt war zu jener Zeit in den sozialen Medien sehr aktiv. Vier Wochen später teilte er auf seiner Profilseite folgende «Weisheit des Tages»: «Hast du Allah in der Birne, ist kein Platz mehr fürs Gehirne.» Und er markierte einen Beitrag mit «Gefällt mir», der folgenden Kommentar enthielt: «Mohammedaner sind perverse und kriminelle Vergewaltiger und Kinderschänder, sonst nichts! Der Schizlam ist keine Religion, sondern eine gemeingefährliche orientalische Gehirnerkrankung! Der Schizlam und seine Anhänger müssen endlich allesamt weg aus Europa.» Wer ist der Mann, der sich in dieser Art in den sozialen Medien bewegt und äussert? Mario Schmitt ist 43, ledig und wohnt in Wil. Er ist selbstständigerwerbend. Er betreibt eine kleine Digitaldruckerei – «keine Goldgrube», wie er sagt – und macht hobbymässig Blasmusik. Am Gründonnerstag stand Schmitt vor dem St. Galler Kantonsgericht.

Das Kreisgericht Wil hatte ihn im Sommer 2015 wegen mehrfacher Rassendiskriminierung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 140 Franken verurteilt, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren. Schmitt hatte den Schuldspruch nicht akzeptiert und Berufung eingelegt. Und er hatte gegen den Wiler Richter gewettert. In einem Eintrag auf seinem Facebook-Profil hatte er die Frage aufgeworfen: «Hmmm, wenn ich jetzt Stimmung gegen den Richter mache, fühlt sich die Rasse der inkompetenten Richter in ihrer Würde herabgesetzt und ich werde erneut angeklagt wegen Rassismus?»
Auf Facebook vieles geliked, ohne es genau zu lesen

Zum Zeitpunkt seiner Äusserungen hatte Mario Schmitt der SVP und dem Wiler Stadtparlament angehört. Heute politisiert er nicht mehr. Er hat sich vor einem Jahr aus dem Wiler Parlament zurückgezogen; siebeneinhalb Jahre hatte er ihm angehört. Schmitt war einer der schillerndsten, aber auch umstrittensten Wiler Stadtparlamentarier gewesen. Seinen Rückzug begründet er vor Kantonsgericht mit gesundheitlichen Problemen – «es grenzt an ein Wunder, dass ich überhaupt noch da bin», sagt er. Der Vorsitzende des Gerichts spricht ihn auf seine häufigen Aktivitäten auf Facebook an. Schmitt widerspricht nicht – «phasenweise» sei er sehr aktiv gewesen. Heute nicht mehr. «Ich war im letzten halben Jahr keine 15-mal auf Facebook.»

ganzer Text bei Tagblatt.ch

Schade… und solche Menschen wollen christlich sein, haben aber schlechte Gedanken und Gewalt im Kopf.

By | 2017-11-29T13:46:05+00:00 April 28th, 2017|islam|0 Comments

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